Posts filed under ‘Plattformen/Application Farming’

SCOPE grüsst Moodle

SCOPE musste natürlich – allein schon aus lokalpatriotischen Gründen – gestern die internationale Moodle Konferenz 2008 in Heidelberg besuchen. Spontane Eindrücke und Interviews von der MoodleMood 2008.

Nachtrag: Mit mehr als 500 Abrufen sind wir mit diesem Clip in den Top Ten der deutschen Education-Clips gelandet!

März 14, 2008 at 12:34 am Hinterlasse einen Kommentar

Was ein LMS beherzigen sollte

Eine Wunschliste von Elliot Masie, dem Host der Learning Systems 2008. Hier seine 12 Wuensche:

  1. Focus on the Learner
  2. Content, Content and Content
  3. Ratings, Please
  4. More Context
  5. Performance Support Tools
  6. Social Knowledge
  7. Learning Systems as Components
  8. Focus on the Role
  9. UserContent Authoring
  10. Learning Systems as Service
  11. The Lifecycle of Learning Systems
  12. Learning Systems as Human Capital/Talent Systems

Eine spannende Lektuere!

Februar 16, 2008 at 10:15 am Hinterlasse einen Kommentar

Kennen Sie netvibes?

Ich bin gerade in Stockholm auf der SIME Konferenz, ein wirkliches Highlight, das mir auch nochmal viele Anregungen fuer die Umsetzung von SCOPE gegeben hat … Mal sehen was wir bis naechste Woche noch hinbekommen:-)) Dort habe ich Tariq Krim, Founder und CEO von netvibes, getroffen und mit ihm ein bisschen geplaudert. Ich verfolge selbst netvibes seit knapp einem Jahr und finde es einfach grossartig …

add2netvibes.png

Mit netvibes koennen Sie ganz schnell und einfach IHRE personalisierte Homepage einrichten. Sie starten mit einer „weissen“ Browserseite und ziehen per drag&drop genau die Inhalte auf die Seite, die sie sehen moechten, wenn sich ihr Browser oeffnet: ausgewaehlte blogs, ihre Lernprogramme, ihre Mails, ihren Terminkalender, ihre to do Liste, Videos, Audios … einfach alles! Und sie haben eine Vielzahl von offenen Schnittstellen (widgets), die ihnen den „Uebergang“ in andere Systeme ermeoglichen. Und das alles in 5 Minuten und vollkommen kostenfrei!

Lutz Berger hat Ihnen hier mal eine SCOPE_07 netvibes Seite eingerichtet. Spielen Sie einfach mal mit herum und sehen Sie WIE einfach und leicht das Ganze ist. Fuer mich seit mehr als einem Jahr ein sehr hilfreiches tool!

Die Geschwindigkeit und die Vielfalt der updates sind unglaublich. Noch ein paar Fakten zum Schluss:

  • ungefaehr 26 Mio. Netvibe Sites sind online
  • netvibes wurde im letzten Jahr zu den 50 besten Websites international gezaehlt
  • netvibes selbst hat nur 25 Mitarbeiter!
  • dafuer aber 20 000 freie Entwickler, die ihre widgets mit ihrem ureigenen Businessmodell auf den Markt bringen (siehe netvibes developers blog)
  • netvibes ist direkt openSocial beigetreten (Google-Initiative, siehe dazu auch netvibes blog)
  • netvibes hat im letzten Jahr 15 Mio. VC bekommen
  • und das ohne ein Geschaeftsmodell!!!
  • oberstes Ziel ist die Entwicklung eines „coolen“ Produktes, das wirklich NUTZWERT bietet,
  • die Schaffung einer community
  • in 2 Wochen wird netvibes in 100 Laendern dieser Welt gelauncht!
  • Tariq Krim ist ueberzeugt, dass dann das Geld von ganz alleine kommt …

… und ich glaube, Tariq hat recht!

November 16, 2007 at 9:54 am Hinterlasse einen Kommentar

Interview mit Beate Bruns

beate_bruns1.jpg Beate Bruns studierte Philosophie, Physik und Mathematik in München und Karlsruhe und schloss ihr Studium im Jahr 1988 mit dem M.A. ab. Nach beruflichen Stationen in Training, Personalentwicklung und Management gründete sie 1999 zusammen mit Dipl.-Inform. Sven Dörr das Unternehmen time4you GmbH communication & learning. Beate Bruns berät und begleitet Unternehmen und öffentliche Einrichtung bei der Einführung und Optimierung des technologiegestützten Personal-, Trainings- und Informationsmanagement.

Mit ihr zusammen haben wir die Idee fuer SCOPE_07 „geboren“. Vielen Dank nochmals fuer ihre Unterstuetzung im Vorfeld der Veranstaltung.

Was verstehen Sie unter Application Farming?

Die Idee das Application Farming kam uns mit Blick auf den heutigen Betrieb der Serverfarmen in Rechenzentren. Eine Serverfarm ist ein logischer Verbund von Dutzenden oder Hunderten von Rechnern, die „von außen“ als ein Rechnersystem erscheinen und auch so administriert bzw. genutzt werden. Diese Serverfarmen dienen der Lastverteilung, der leichten Skalierbarkeit der Leistung, der Ausfallsicherheit etc. – gewährleisten also einen professionellen Rechnerdienst für die Anwendungen. Die Application Farm ist jetzt analog eine „Farm“ von Applikationen, also Software-Anwendungen, Tools, die leicht den aktuellen Nutzungsbedürfnissen entsprechend skaliert werden kann. In Bezug auf Software bedeutet das dann z.B., dass ohne zusätzlichen zentralen Konfigurationsaufwand weitere Applikationen (oder Instanzen einer Applikation) in oder außer Betrieb genommen werden. Das bedeutet auch, dass der Zugang zu den einzelnen Applikationen nicht jeweils einzeln für jede Applikation neu geregelt und eingerichtet werden muss, sondern zentral über die Zugriffsrechte für die „Plattform“ (Intranet, Mitarbeiterportal, Online-Akademie, …) gesteuert ist.

Wie ist das an den IBT SERVER „angebunden“?

Die IBT Application Farm – so haben wir unser neues Produkt für dieses Konzept naheliegenderweise getauft – liefert die „Anzuchtbox“ für Ihre Applikationen und Tools: also die Schnittstelle zum Kernsystem des IBT SERVER (für die Zugriffsrechte, die Sicherheitsrichtlinien, …), ein Set von Schnittstellen zu ca. 15 verschiedenen Web-Applikationen (Open Source in diesem Fall) für Blogging, Wiki, CMS, Bildergalerie u.ä. und zum Teil auch Stylesheets für die Darstellung der Tools.

Warum diese Erweiterung?

Wir implementieren natürlich auch einige Web 2.0-Anwendungen selbst bzw. haben das in den letzten Jahren bereits getan. Doch lange nicht alle (z.B) Web 2.0-Tools gehören zu unserem Kerngeschäft, sodass wir einen Weg finden wollten, sie als „externe“ Anwendungen nahtlos zu integrieren. Wir wollten unseren Kunden eine professionelle Lösung anbieten, mit der sie bequem und ohne zusätzlichen Installations- und Konfigurationsaufwand weitere, zum Teil ja hochspezialisierte Tools in ihrer virtuellen Lern- und Arbeitswelt flexibel nutzen können. Die Application Farm ist hierfür ideal geeignet.

Welche Vorteile hat der Anwender?

Da gibt es viele Vorteile, für die unterschiedlichen Anwendergruppen. Der oder die IT-Verantwortliche kann sich darauf verlassen, dass die Nutzung der Tools den generellen Policies entspricht, dass es ein einziges User-Login für alle Tools gibt, dass die Web-Applikationen der Farm innerhalb des Rechte- und Sicherheitssystems der Plattform gekapselt sind und nicht zuletzt, dass die Tools nur einmal installiert und konfiguriert werden müssen und dann beliebig oft vervielfältigt werden können. Tutoren, Wissensmanager, Moderatoren von Communities und letztlich natürlich auch alle Teilnehmer und Plattformnutzer erweitern flexibel und bequem das Spektrum ihrer Kommunikations- und Kooperations- bzw. Arbeits- und Lernwerkzeuge. Auch sie können sich hinsichtlich Datenschutz und Zugriffssicherheit auf die zentralen Einstellungen verlassen, sind dabei aber trotzdem „autark“ in der jeweiligen Arbeit und auch Administration innerhalb des Tools. Und viele weitere …

November 15, 2007 at 12:13 pm 1 Kommentar

Proprietaere Plattformen sind wie Eiswuerfel

Ich gebe zu, der Vergleich im Bild gefaellt mir. Er kommt auch nahe an eine Trenddiskussion von uns heran und deshalb erwaehne ich es hier. Grundsaetzlich denke ich schon, dass offene Systeme gegenueber proprietaeren Systemen ganz entscheidende Vorteile haben und mittelfristig sich durchsetzen werden: dennoch moechte ich anmerken, dass man nicht alles in schwarz und weiss aufteilen kann – es gibt viele denkbare und auch oekonomisch sinnvolle Varianten dazwischen!

Vielleicht ein gutes Bild fuer unsere Arbeitsgruppe!

proprietaryplatformsarelikeicecubes.jpg

November 4, 2007 at 6:02 pm Hinterlasse einen Kommentar

Christian Mertens ueber unseren Trend „Plattformen“

Wir waren in dieser Woche bei Christian Mertens, „Personaler“ bei der Gothaer Allgemeine Versicherung AG und haben ihn zu seinem Trend „Plattformen“ interviewt. Das komplette Videointerview wid in den naechsten Tagen online zur Verfuegung stehen. Im folgenden sein Statement, wie „Plattformen“ die Zukunft des Lernens“ beeinflussen werden:

plattformen, auf denen menschen, wissen, produkte und prozesse in echtzeit zusammenlaufen und dort systematisch miteinader verbunden werden, sollten die zukünftige entwicklung von geschäftsmodellen und betrieblicher kommunikation maßgeblich beeinflussen.

die geplante, formelle und ungeplante, informelle vernetzung von mitarbeitern und informationen innerhalb einer organisation wird auch die betriebliche weiterbildung verändern.

moderne plattformen machen dauerhafte beziehungen zwischen trainer und trainee wirtschaftlich sinnvoll, erlauben die abbildung von länger dauernden (transfersichernden) und modulareren (lernzielspezifischeren) qualifzierungsprozessen und – die vielleicht relevanteste veränderung – können die rollen (wer ist trainer?, wer trainee?) flexibler, austauschbarer machen.

die Herausforderunge besteht in der identifikation der tatsächlich auf den wertschöpfungsprozess des unternehmens einzahlenden prozesse einer sich vernetzenden welt und der wahl der einführungsmethoden in die jeweils spezifische unternehmenskultur.

Oktober 19, 2007 at 9:50 am Hinterlasse einen Kommentar

Auf „Erhellendes zu Plattformen“ …

… bin ich heute im Blog von Marc Andreessen, dem Gruender von Netscape und NING, gestossen. Fuer ihn zaehlen „Plattformen“ zu einem der heissesten und zentralsten Internetthemen ueberhaupt. Er arbeitet den Begriff „Plattform“ sehr systematisch auf zeigt dabei, wohin die Reise in den kommenden Jahren gehen koennte. Eigentlich der ideale Eroeffnungsbeitrag fuer nseren SCOPE Trend: Plattformen. Danke!

Mein weitere Dank geht an Rene Seifert, der fuer den elab-Blog von Holtzbrinck schreibt, und Marc Andreessens Beitrag bereits in Deutsche gebracht hat und obendrein noch sehr sinnvoll kommentiert. So kann ich mir eine weitere Zusammenfassung sparen ….

Andreessen teil Plattformen in drei Kategorien auf, wobei die unteren Ebenen meist als Teilmengen in den darauf folgenden Übermengen aufgehen. Insofern auch eine schöne Logik für den an nach Reinheit im Denken lechzenden Über-Nerd.

  • Plattformen Ebene 1 (Zugangs-API): Solche die reine APIs anbieten, die man über eng definierte „Calls“ via SOAP oder REST-Protokolle von einer exernen Applikation anspricht und wo Daten zwischen den beiden Applikationen ausgetauscht werden. Das Nutzungserlebnis auf der eigentlichen Plattform bleibt davon vollkommen unbeinflusst. Beispiel: eBay, Paypal, Flickr.
  • Plattform Ebene 2 (Plug-In APIs): Hier passiert wesentlich mehr als nur ein Datenaustausch, das Nutzungserlebnis auf der Plattform selbst verändert sich. In der Desktop-Welt z.B. wenn ein Nutzer aus freien Stücken eine Plug-In für Firefox installiert. Firefox ist dabei die Plattform, weil sie es Entwicklern ermöglicht Module zu schreiben, die sich bildhaft gesprochen zusammenstecken lassen und so einen tieferen Integrationsgrad als Ebene 1 darstellen. In der Online-Welt – und auch heute kommen wir nicht an unserem neuesten Lieblingsthema vorbei – lautet das Paradebeispiel: Facebook. Allerdings, was mir bis vor kurzem durch die Lappen gegangen war: Die Applikationen werden nicht bei Facebook, sondern wiederum auf der Infrastruktur-Umgebung der Urheber entwickelt und vor allem gehostet. Problem: Wenn diese Applikationen beliebt werden, ergeben sich bei der Skalierug schnell massive Performance-Ausfälle, wie Surj Patel ausführlich schreibt.
  • Plattformen Ebene 3 (Runtime-Umgebung): Der Code wird direkt in der Runtime der Plattform geschrieben und ausgeführt. Der Klassiker von dem, was wir sein Jahrzehnten auf unserem Desktop von Microsoft gewöhnt sind, wenn wir ein Programm installieren bzw. damit herummachen. Oder für die, die’s können, auch Programme schreiben. Die Plattform und das Programm laufen auf der gleichen Infrastruktur-Umgebung. Im Internet gibt es ein paar ersten Beispiele: Das o.g. Ning, als eine Abstraktionsebene für Social Networks, die durch das Coden direkt auf der Plattform ein Höchstmaß an Anpassung zulässt. Salesforce, die CRM-„Software as a Service“ ein anderes. Und Amazons neueste Infrastrukturlösung EC2 sogar als eine weitere Abstraktionesebene für frei skalierbare und bedarfgerechte Anpassung von reiner Rechnerleistung „in the cloud„.

Wie erwähnt sind die drei Ebenen nicht ausschließlich, sondern Plug-In APIs (Ebene 1) haben oft sogar als Voraussetzung Zugangs-APIs (Ebene 2) im Kasten usw. Was bringt diese Aufteilung nun für den Unternehmer? Ich denke eine Menge. Wenn ich in einen Dienst investiere, will ich mir der Abhängigkeit bewusst sein, an der wohl und wehe meiner Arbeit klebt. Bei Ebene 1 (Zugangs-APIs) wird es schnell ungeil, wenn der Dienst sicht plötzlich entscheidet, keine APIs mehr anzubieten, wie es z.B. Google mit seinen Such-APIs getan hat. Die gleiche Frage wird John Battelle auch Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg auf dem Web 2.0 Summit Mitte Oktober in San Francisco stellen.

Dem gegenüber wird Ning als Plattform irgendwann kaum mehr von seinen Anwendungen zu unterscheiden sein bzw. die Anwendungen und Ning gemeinsam bilden die sich ständig fortentwickelnde Plattform. Und Andreessen hat recht, wenn er uns hier erst ganz am Anfang einer sehr viel fundementaleren Veränderung sieht, die auf Ebene 3 neue Geschäftsmodelle zulässt. Beispielsweise Code per Copy-and-Paste für schnelle Anpassungen zu teilen – auch gegen Bezahlung.

Auch wenn nach Andreessens Definition Facebook „erst“ auf der 2. Entwicklungsstufe angesiedelt ist, so wird mir nach seinem Posting immer klarer, warum der Hype um den Laden nicht übertrieben ist. Für das Unternehmen ist es sicher ein leichtes, bald auch auf Ebene 3 vorzustoßen um dort einen de facto Standard für Anwendungen im Internet zu etablieren, an dem man nicht mehr nicht vorbeikommen wird. Wie weiland bei Microsoft. Würde mich nicht wundern wenn Facebook bei Microsoft, die das Internet schlichtweg verpennt haben, deswegen ganz oben auf der Einkaufs-Wunschtraum-Liste steht.

September 17, 2007 at 5:19 pm Hinterlasse einen Kommentar


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