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SCOPE auf dokville.de

Lutz und ich sprechen am kommenden Donnerstag auf der dokville.de, einer Veranstaltung des Hauses des Dokumentarfilmes in Ludwigsburg. Unser Thema: Videodistribution und neue Geschäftsmodelle. Lutz wird dabei die ganzen neuen Distributionstools uebernehmen, ich die neuen Geschaeftsmodelle.

Mit dabei ist auch ein „alter Weggefaehrte“, Peter Krieg, mit dem ich in den Jahren 1994/95 diverse Veranstaltungen zum interaktiven TV gemacht habe und die damals sehr beliebte Konferenz interactiva. Auch Inga von Staden, die die SCOPE_07 moderierte ist dabei!

Zur Einstimmung hier ein Beitrag von mir, der in den naechsten Tagen auf den Blogpiloten zu lesen sein wird:

Das Fernsehen ist tot, lang lebe das Fernsehen!

Vielleicht ist es ein langsames Sterben. Aber ich glaube nicht einmal, dass es ein Sterben ist. Als der Privatrundfunk ins Leben gerufen wurde, begann der Abgesang auf das oeffentlich-rechtliche Fernsehen. 25 Jahre spaeter leben immer noch beide gemeinsam eigentlich ganz gut nebeneinander – die Qualitaetsdiskussion einmal aussen vorgelassen. Mit der weiten Verbreitung des Breitbandinternets startet nun wieder ein Abgesang – diesmal auf beide, das oeffentlich-rechtliche und das private Fernsehen. Ich glaube nicht daran. Warum?

Schenkt man dem neuen Buch von W. Brian Arthur „How Technology evolves“ Glauben, dann sind die meisten Innovationen „Kombinationen aus bereits Bestehendem“. Auf unsere Headline bezogen bedeutet das nichts anderes fuer mich, als dass sich Grossteile des aktuellen Fernsehensystems veraendern werden – und zwar entlang der gesammten Wertschoepfungskette: Stoffsammlung – Finanzierung – Produktion – Ausstrahlung – Empfaenger/Publikum.

Das Fernsehen wird durch „neue Elemente“ wie etwa crowdsourcing, Interaktion, Plattformen wie youtube, myspace und andere, Distributionstools wie hobnox, mogulus, blip.TV weiterleben – und zwar zugunsten des Publikums wie ich meine. Es wird zu grossen Teilen ein anderes Fernsehen sein als das, was wir heute kennen. Hier ein paar Beispiele, die heute bereits erahnen lassen wie das Weiterleben aussehen wird.

Crowdsourcing als Mittel zur Contententwicklung

Ein wunderschoenes Beispiel dafuer ist Matt Hanson’s Projekt: “A swarm of angels”. Sein erstes Script ist von der Community komplett verändert worden – sie gefällt ihm jetzt besser und er sagt, dass sie Ideen enthaelt, auf die er alleine nie gekommen wäre. Wiki und Celtx werden als kollaborative Schreib-Werkzeuge für das Script genutzt. “It´s the idea of conversations and getting the community involved. co-creation = conversation“. Das ganze Projekt ist in 5 Phasen eingeteilt, die sich ueber mehrer Jahre erstrecken – wie im richtigen Film. Die Finanzierung läuft über „crowdfinancing“. Man beteiligt sich an einem Abo-Modell und bekommt dafür Beteiligungsmöglichkeit und zum Schluss eine schöne DVD. Die Erfahrungen zeigen, dass ca. 5% der Community aktiv mitarbeiten.

Open Source Software als Produktionsmittel
Ein tolles Beispiel ist das aus den Niederlanden stammmende Projekt “ Blender“ von Ton Roosendaal – Gruender der Blender Foundation und Chefentwickler. Eine Gruppe von Filmemachern und Softwareentwicklern hat sich zusammen geschlossen, um gemeinsam Produktionssoftware fuer Animationsfilme und Spiele zu entwickeln und zwar auf einem sehr, sehr hohen Niveau. Und erfolgreich dazu. Die wichtigsten Projekte der Blender Foundation sind “Peach” und “Apricot“. Sie basieren beide komplett auf open source software, offenen Formaten und leben von der Beteiligung der Community.

Hobnox: Web-TV und Social Community
Hobnox ist eine internationale Plattform fuer audiovisulle Kultur und Kretivitaet. Sie verbindet WEB-TV mit modernen Social Media Tools. Auf Hobnox finden Kreative alles was sie fuer die Produktion, Praesentation, Zusammenarbeit, Sicherheit und Vermarktung ihrer eigenen Arbeit benoetigen – und alles Open Source.

Juni 1, 2008 at 9:27 pm Hinterlasse einen Kommentar

Die TV Landschaft verändert sich …

… das merken auch die öffentlich-rechtlichen Sender. „Quoten, Klicks und Kohle“ – ein Film von Thomas Leif (clip hier) zeigt gerade eine für öffentlich-rechtliche Sender offene Auseinandersetzung mit dem Rückgang der Einschaltquoten. Der Beitrag ist zwar sehr pro öffentlich-rechtlich, aber er gibt einen guten Einblick in die aktuelle Situation.

Es tut sich was in der öffentlichen Wahrnehmung – und das ist gut so!

Bleibt zu hoffen, dass die Mediennutzer nicht die Verlierer sind …

April 30, 2008 at 10:21 pm Hinterlasse einen Kommentar

Twitter in Plain English

Sie haben mal wieder zugeschlagen, die zwei von der commoncraft show. Gemäss ihrem Mantra “our product is explanation” erklären sie diesmal „Twitter in plain english“ in ihrer unnachahmlichen Art und Weise:

März 9, 2008 at 1:15 pm Hinterlasse einen Kommentar

Konvergenz hat mehr als eine technische Dimension

Am Rande des 24/7 Video Summits hatte ich Gelegenheit mit Henry Jenkins zu sprechen. Manche Leute z.B. Howard Rheingold bezeichnen ihn als Marshall McLuhan des 21. Jahrhunderts.

Im nachfolgenden Interview geht es um Jenkins Verstaendnis von Konvergenz, kollektive Intelligenz und Partizipation sowie um die Art und Weise wie die Inhalte „durch die unterschiedlichen Medien fliessen“.

Das Interview ist in englisch.

Link: sevenload.com

Februar 9, 2008 at 7:06 pm Hinterlasse einen Kommentar

Youtube – A Platform for Learning

Auf dem DIY Video Summit sitze ich gerade in einem ganz spannenden Panel. Die Filmemacherin Alexandra Juhasz zeigt ein Video anstelle einer Praesentation … Sie hat auf toutube einen 20 minuetigen „Film“ zusammengestellt, der die Potenziale von youtube als Lernplattform vorstellt:

Einfach hier klicken und anschauen! Es lohnt sich:-)

Sie stellt Gegensatzpaare vor, die es gilt in Zukunft aufzuloesen gilt:

  • privat versus oeffentlich
  • Kontrolle versus Chaos
  • Entertainment versus Bildung
  • Amateur versus Profi
  • viruell versus real

Februar 8, 2008 at 9:58 pm 1 Kommentar

The Simpsons: “Haha, your medium is dying!”

Bei Steffen Büffel bin ich heute morgen auf diesen Videoschnipsel von den Simpsons gestossen:

Januar 14, 2008 at 9:51 am 1 Kommentar

BBC goes MashUps

Innovationstreiber BBC Podcasts, BBC auf youtube, eigener Player usw.) startete einen Betaservice, um sich seine eigene Startseite zusammenzuklicken. (Usability)technisch interessant gelöst, macht es ausgesprochen Spass, mit dem Service zu spielen und die eine oder andere Sendung anzuhören: Britannia rulez!

Dezember 26, 2007 at 11:49 am Hinterlasse einen Kommentar

Wen Gott lieb hat …

Wen Gott lieb hat, dem gibt er ein Haus in Zürich … lautet ein altes Sprichwort, aber das war weniger der Grund, warum wir heute in Zürich waren. Vielmehr ein Treffen in Sachen Scope mit Matthias Langenbacher und Dominik Landwehr. Dominik habe ich von einem Clip erzählt, „A Vision of Students Today“, und ihm gleich nach meiner Rückkehr den entsprechenden Link geschickt.

Wenige Minuten später seine Antwort: War sehr spannend – to be followed. Danke für die Clips, fand vor allem den ersten gut, die anderen ein bisschen “too educational”…man fühlt sich etwas in die 90er Jahre WIRED Euphorie zurückversetzt…war aber eine gute Zeit… Womit wir auch schon beim eigentlichen Grund für diesen Eintrag wären: Auf vielfachen Wunsch (räusper, hüstel …) hier die Links auf die vier Clips:

A Vision of Students Today (unbestrittenes Highlight)

Did you know (Shift happens, Toffler hätte seine Freude daran gehabt)

Web 2.0 … The Machine is Us/ing Us (Neues aus der Gutenberg Galexis)

Prometheus – the web revolution (grenzwertig, aber gut gemacht)

Dezember 18, 2007 at 9:54 pm Hinterlasse einen Kommentar

Kennen Sie netvibes?

Ich bin gerade in Stockholm auf der SIME Konferenz, ein wirkliches Highlight, das mir auch nochmal viele Anregungen fuer die Umsetzung von SCOPE gegeben hat … Mal sehen was wir bis naechste Woche noch hinbekommen:-)) Dort habe ich Tariq Krim, Founder und CEO von netvibes, getroffen und mit ihm ein bisschen geplaudert. Ich verfolge selbst netvibes seit knapp einem Jahr und finde es einfach grossartig …

add2netvibes.png

Mit netvibes koennen Sie ganz schnell und einfach IHRE personalisierte Homepage einrichten. Sie starten mit einer „weissen“ Browserseite und ziehen per drag&drop genau die Inhalte auf die Seite, die sie sehen moechten, wenn sich ihr Browser oeffnet: ausgewaehlte blogs, ihre Lernprogramme, ihre Mails, ihren Terminkalender, ihre to do Liste, Videos, Audios … einfach alles! Und sie haben eine Vielzahl von offenen Schnittstellen (widgets), die ihnen den „Uebergang“ in andere Systeme ermeoglichen. Und das alles in 5 Minuten und vollkommen kostenfrei!

Lutz Berger hat Ihnen hier mal eine SCOPE_07 netvibes Seite eingerichtet. Spielen Sie einfach mal mit herum und sehen Sie WIE einfach und leicht das Ganze ist. Fuer mich seit mehr als einem Jahr ein sehr hilfreiches tool!

Die Geschwindigkeit und die Vielfalt der updates sind unglaublich. Noch ein paar Fakten zum Schluss:

  • ungefaehr 26 Mio. Netvibe Sites sind online
  • netvibes wurde im letzten Jahr zu den 50 besten Websites international gezaehlt
  • netvibes selbst hat nur 25 Mitarbeiter!
  • dafuer aber 20 000 freie Entwickler, die ihre widgets mit ihrem ureigenen Businessmodell auf den Markt bringen (siehe netvibes developers blog)
  • netvibes ist direkt openSocial beigetreten (Google-Initiative, siehe dazu auch netvibes blog)
  • netvibes hat im letzten Jahr 15 Mio. VC bekommen
  • und das ohne ein Geschaeftsmodell!!!
  • oberstes Ziel ist die Entwicklung eines „coolen“ Produktes, das wirklich NUTZWERT bietet,
  • die Schaffung einer community
  • in 2 Wochen wird netvibes in 100 Laendern dieser Welt gelauncht!
  • Tariq Krim ist ueberzeugt, dass dann das Geld von ganz alleine kommt …

… und ich glaube, Tariq hat recht!

November 16, 2007 at 9:54 am Hinterlasse einen Kommentar

Web 2.0: „Die Alten“ lernen von den Jungen

Ein wichtiger Hinweis kommt von der „perspektive mittelstand„, die auf eine neue Infratest-Studie eingeht: „Wie TNS Infratest berichtet, kehrt das Web 2.0 das übliche Verhältnis, Erwachsene verbreiten Wissen, Jugendliche lernen und nehmen dieses Wissen auf, inzwischen um: Die Jugendlichen produzieren die Inhalte, die dann die älteren Nutzer konsumieren. Ein klassisches Beispiel hierfür sei die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Während etwa ein Drittel (33%) der Verfasser unter 20 Jahren seien, liege der Anteil der Leser, die 30 Jahre und älter sind, bei 65 Prozent. Dies geht aus einer Untersuchung hervor, im Rahmen derer TNS insgesamt 1.102 Personen online interviewt hat, die Web 2.0 Inhalte nutzen.“Web 2.0 ist in erster Linie eine Domäne der jungen Nutzer, insbesondere dann wenn es darum geht, das Internet tatsächlich selbst zu gestalten und aktiv mitzuwirken“, fasst Robert A. Wieland, Geschäftsführer von TNS Infratest, die Ergebnisse zusammen. Besonders deutlich zeigt sich dies bei Weblogs. So finden sich in der Altersgruppe der unter 20-Jährigen zwar 41 Prozent der Webblog-Besitzer, jedoch nur 20 Prozent der Weblog-Leser. Demgegenüber stellen die über 40-Jährigen nur ein Viertel aller Blog-Betreiber, dafür aber 35 Prozent der Weblog-Leser …“

Oktober 18, 2007 at 5:23 pm Hinterlasse einen Kommentar

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