AG 2: Wie bringe ich eine Community of Practice erfolgreich zum Laufen?

Mai 27, 2008 at 10:19 am 9 Kommentare

Situationsanalyse: Was verhindert eine lebendige Community?

– Vertrauenskultur fehlt – top down / bottom up
– kein MA-Feedback auf Angebote der Unternehmung
– Fehlende Bereitschaft MA/Leitung
– Nutzen nicht klar (What’s in it for me?) => Nutzen wird nicht klar kommuniziert
– Rahmenbedingungen nicht vorhanden (z.B. Internzugang)
– Druck wird aufgebaut
– Kulturschock => neue Arbeitsformen / keine Passung
– „Alte Medien“ werden genutzt => Parallelwelten
– Dokumentation Community ist unzureichend
– Kulturfrage? wie werden Communitys bewertet?
* unterschiedliche Bewertungssysteme bzgl. Nutzen, Effizienz
* Machtthema: Unternehmensleitung und MA müssen Kontrolle abgeben => keine Akzeptanz
– Wettbewerbsdruck im und zwischen Unternehmen
*Kampf oder Kooperation => Sozialisation im Kampfmodell
– Zwang für Leben einer neuen Kultur hilft nicht
– Vorbild Unternehmensleitung / Führung (Erlaubnis“)
– Community-Teilnehmer machen sich öffentlich (Bewertung, Angriff)
– Unkenntnis insb. bei Entscheidern

Lösungsansätze – Wie schaffe ich eine Vertrauenskultur, damit Communitys zum Leben erwecke werden/am Leben bleiben?

* Vormachen seitens der Leitung / Vorbild
* keine Sanktionen
* Skepsis zulassen und fördern / kommunizieren
* persönlichen Kontakt herstellen
* Lebendigkeit und Emotionalität herstellen
* Gemeinsamkeiten betonen und herstellen
* Erfolge und Community-Leben kommunizieren
* Identifikation mit dem Ziel / Zweck => Nutzen muss klar sein
* Verantwortlichkeit: Selbstverantwortung zulassen / einfordern
* Benutzung muss einfach sein
* Vertrauen und Wissen (=> Sicherheit) bei Entscheidern schaffen
* Sichtbarkeit meiner Einträge selbst entscheiden können
* Qualifizierung von Betriebsräten / MA / Entscheidern zu Community und C-Technik
* Feedback-Kultur als Selbstverständlichkeit
-> Offline
-> es im kontakt tun
-> Bewertung von Beiträgen
* Dazugehören wollen -> ich verpasse etwas, wenn ich nicht dabei bin

Entry filed under: SCOPE Camp. Tags: .

AG 1: Wie komme ich zu PAUL? Movie (hard cuts) von der Fragenvorstellung

9 Kommentare Add your own

  • 1. Jens  |  Mai 27, 2008 um 10:31 am

    In dem Foliensatz über Communities of Practice auf dieser Seite steht so schön „Selbstorganisation anstelle von Kontrolle“ (Folie 16 und 17). Hier sehe ich eine große Herausforderung, wenn Firmen eine CoP einführen wollen:
    – ohne Kontrolle könnten CoPs zu Plauderecken oder Tauschbörsen verkommen: zumindest ist dies die Befürchtung der Gegner von CoPs
    – Wie erlernt ein Angestellter / Trainer / online Tutor / Produktverantwortlicher / … die notwendigen Kompetenzen eines Community Managers?
    – Sollte eine CoP nicht auch ein Ziel haben? Evtl. zeitlich begrenzt / unbegrenzt sein? Sollte der Community Manager ähnlich dem e-Tutor nicht ein Drehbuch mit Aktivitäten erstellen?

  • 2. Frank Hamm  |  Mai 27, 2008 um 10:45 am

    Ich sehe auch, dass Communities Kontrollverlust und (noch schlimmer? Gesichtsverlust bedeuten können – sofern Communities nicht intensiv betreut werden. Sollte es nicht auch Communities für Führungskräfte geben, damit sie lernen damit umzugehen?

  • 3. Jens  |  Mai 27, 2008 um 10:56 am

    Meßbarkeit des Erfolges einer CoP
    Eine CoP bedeutet letztendlich auch Betreuung durch einen Community Manager. Und das bedeutet Einsatz von Zeit und Geld. Hier stimmen Unternehmen typischer Weise erst dann zu, wenn ein Mehrwert erkennbar ist. Wie kann dieser Mehrwert in Zahlen ausgedrückt werden?
    Ist der Erfolg nicht meßbar, dann verbringt der Community Manager seine Zeit in anderen Aufgabenfeldern…

  • 4. Jens  |  Mai 27, 2008 um 10:56 am

    Die Uhr auf diesem Server geht um 2 Stunden falsch / nach !

  • 5. Beate Bruns  |  Mai 27, 2008 um 10:57 am

    ein buchtipp zum thema communities:
    amy jo kim: community building on the web

  • 6. Steffen Büffel  |  Mai 27, 2008 um 10:58 am

    Ich finde alle genannten Punkte treffend, sowohl was die Situationsanalyse betrifft, als auch was der „ideale“ Ist-Zustand wäre. Im grunde genommen kann man alles immer wieder auf einen Kernpunkt runterbrechen: Kommunikation! Und zwar Kommuniaktion nicht als Technikbedienung von trendigen Dingen wie Blogs und Twitter, sondern Kommunikation verstanden als soziales zwischenmenschliches Handeln. 99,9% der Probleme in Unternehmen sind auf falsches, schlechtes undreflektiertes Kommuniaktionsverhalten zurückzuführen. Gleiches gilt bei der Betreuung von Communities. Community braucht online eine technische Infrastruktur, ja! Aber da fängt der Job erst richtig an und hört nicht – der häufigste Fehler – dort auch schon wieder auf. Communitymanagement braucht Kommunikationskompetenz. Ausgelutschter Begriff aber in der Tat lässt es sich genau drauf runterbrechen. Nur über dieses „menschelnde“ denkt kaum jemand nach, weil zu wenig Begriffen wird wie Kommunikation funktioniert. Dabei zeigt uns das Web sehr viel, wie Kommunikation funktionieren kann, auch wie sie scheitert… Daraus lässt sich Lernen!!!!

  • 7. Jochen Robes  |  Mai 27, 2008 um 11:00 am

    Vielleicht noch folgende Ergänzungen:
    – möglichst niedrige Eintrittshürden (technisch, organisatorisch) für den Start einer Community sicherstellen
    – das „Scheitern“ einer Community riskieren: Menschen wechseln derzeit so schnell Aufgaben und Projekte, dass sich mittel- und langfristige Beziehungen schwer planen lassen
    – öfters die Themen „Netzwerke“ oder „Alumnis“ als Einstieg nutzen; ob die Antwort dann ein loses Netzwerk wie z.B. eine Blogging Community, oder mehr formale Strukturen mit Teilnahme, Rollen und Aufgaben sind, ist dann fallweise zu entscheiden
    – das „Community“-Thema immer „mitdenken“, ganz gleich, ob es um die Unterstützung eines Change-Prozesses, eines Karriereentwicklungspfades oder ein Thema (community of practice) geht.

  • 8. Lutz Berger  |  Mai 27, 2008 um 11:24 am

    Zur Situationsanalyse „Was verhindert eine lebendige Community?“ noch zwei Punkte: oft mangelt es an Zeit und (immer noch) an Technikkompetenz.

    Die Technikkompetenz lässt sich face to face oder in kleinen Gruppen (3-5 Teilnehmer) am schnellsten vermitteln, aber auch dann brauche ich Zeit, um die Diskussionen mit zu verfolgen, um Beiträge zu lesen und zu schreiben. Und: um so etwas wie Routine, meinen persönlichen Stil zu finden. All das kostet Zeit, Freizeit?

    Zu den Lösungsansätzen: je nachdem, was für ein Netzwerk es ist (work, social, learning, expert, career network usw.) kann eine Art Redaktion hilfreich sein, um Diskussionen anzustossen, (neue) Mitglieder vorzustellen, Diskussionen zusammenzufassen und das Infodesinn einladend zu gestalten.

    Als ausgesprochen sinnvoll hat sich eine Online/offline-Verbindung herauisgestellt (Konferenz, Barcamp, after work party usw.), um Namen ein Gesicht zu geben und die Beziehungen zu festigen und zu vertiefen. Dazu dienen auch eigene Blogs …

    Ausserdem sind Audio- und Videointerviews ein bewährtes Werkzeug, um die Teilnehmer emotional anzusprechen und somit einen anhaltenden Lernerfolg zu sichern. Sie sind in meinen Augen so etwas wie virtuelle water cooler, Raucherecke, Flur und Kaffeeküche.

    Linktip:
    links: 20 things to do on a social network in the office
    http://www.shapingthoughts.com/2007/12/23/20-things-to-do-on-a-social-network-in-the-office

  • 9. Jean-Pol Martin  |  Mai 27, 2008 um 1:04 pm

    Ich weiß zwar nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich poste meinen Beitrag einfach hier hinein: auf die Inhalte und die Ziele kommt es an. Wenn es gelingt, ein sehr motivierendes Projektziel einer Gruppe (von sagen wir mal 20 Leuten) anzubieten, werden die Teilnehmer alles tun, um ihre Teilziele zu erreichen und im Informationsfluss zu bleiben. Und da ist die Qualität der Tools zwar relevant, aber nicht ausschlaggebend. Ein Forum, ein Wiki und eine Kommunikationsplattform reichen aus. Der Drang zu kommunizieren wird sehr hoch sein. Allerdings braucht es jemanden, der die Projektziele immer wieder in Erinnerung ruft und in den Vordergrund rückt. Das gilt besonders für idealistische Zielsetzungen. Wenn das Unternehmen auf den Verkauf von Senf aus ist, mag es anders sein…

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Kategorien

Sponsoren


DNA_digital

ed-lab


ed-lab

time4you


Creative Commons

%d Bloggern gefällt das: