Interview mit Beate Bruns

November 15, 2007 at 12:13 pm 1 Kommentar

beate_bruns1.jpg Beate Bruns studierte Philosophie, Physik und Mathematik in München und Karlsruhe und schloss ihr Studium im Jahr 1988 mit dem M.A. ab. Nach beruflichen Stationen in Training, Personalentwicklung und Management gründete sie 1999 zusammen mit Dipl.-Inform. Sven Dörr das Unternehmen time4you GmbH communication & learning. Beate Bruns berät und begleitet Unternehmen und öffentliche Einrichtung bei der Einführung und Optimierung des technologiegestützten Personal-, Trainings- und Informationsmanagement.

Mit ihr zusammen haben wir die Idee fuer SCOPE_07 „geboren“. Vielen Dank nochmals fuer ihre Unterstuetzung im Vorfeld der Veranstaltung.

Was verstehen Sie unter Application Farming?

Die Idee das Application Farming kam uns mit Blick auf den heutigen Betrieb der Serverfarmen in Rechenzentren. Eine Serverfarm ist ein logischer Verbund von Dutzenden oder Hunderten von Rechnern, die „von außen“ als ein Rechnersystem erscheinen und auch so administriert bzw. genutzt werden. Diese Serverfarmen dienen der Lastverteilung, der leichten Skalierbarkeit der Leistung, der Ausfallsicherheit etc. – gewährleisten also einen professionellen Rechnerdienst für die Anwendungen. Die Application Farm ist jetzt analog eine „Farm“ von Applikationen, also Software-Anwendungen, Tools, die leicht den aktuellen Nutzungsbedürfnissen entsprechend skaliert werden kann. In Bezug auf Software bedeutet das dann z.B., dass ohne zusätzlichen zentralen Konfigurationsaufwand weitere Applikationen (oder Instanzen einer Applikation) in oder außer Betrieb genommen werden. Das bedeutet auch, dass der Zugang zu den einzelnen Applikationen nicht jeweils einzeln für jede Applikation neu geregelt und eingerichtet werden muss, sondern zentral über die Zugriffsrechte für die „Plattform“ (Intranet, Mitarbeiterportal, Online-Akademie, …) gesteuert ist.

Wie ist das an den IBT SERVER „angebunden“?

Die IBT Application Farm – so haben wir unser neues Produkt für dieses Konzept naheliegenderweise getauft – liefert die „Anzuchtbox“ für Ihre Applikationen und Tools: also die Schnittstelle zum Kernsystem des IBT SERVER (für die Zugriffsrechte, die Sicherheitsrichtlinien, …), ein Set von Schnittstellen zu ca. 15 verschiedenen Web-Applikationen (Open Source in diesem Fall) für Blogging, Wiki, CMS, Bildergalerie u.ä. und zum Teil auch Stylesheets für die Darstellung der Tools.

Warum diese Erweiterung?

Wir implementieren natürlich auch einige Web 2.0-Anwendungen selbst bzw. haben das in den letzten Jahren bereits getan. Doch lange nicht alle (z.B) Web 2.0-Tools gehören zu unserem Kerngeschäft, sodass wir einen Weg finden wollten, sie als „externe“ Anwendungen nahtlos zu integrieren. Wir wollten unseren Kunden eine professionelle Lösung anbieten, mit der sie bequem und ohne zusätzlichen Installations- und Konfigurationsaufwand weitere, zum Teil ja hochspezialisierte Tools in ihrer virtuellen Lern- und Arbeitswelt flexibel nutzen können. Die Application Farm ist hierfür ideal geeignet.

Welche Vorteile hat der Anwender?

Da gibt es viele Vorteile, für die unterschiedlichen Anwendergruppen. Der oder die IT-Verantwortliche kann sich darauf verlassen, dass die Nutzung der Tools den generellen Policies entspricht, dass es ein einziges User-Login für alle Tools gibt, dass die Web-Applikationen der Farm innerhalb des Rechte- und Sicherheitssystems der Plattform gekapselt sind und nicht zuletzt, dass die Tools nur einmal installiert und konfiguriert werden müssen und dann beliebig oft vervielfältigt werden können. Tutoren, Wissensmanager, Moderatoren von Communities und letztlich natürlich auch alle Teilnehmer und Plattformnutzer erweitern flexibel und bequem das Spektrum ihrer Kommunikations- und Kooperations- bzw. Arbeits- und Lernwerkzeuge. Auch sie können sich hinsichtlich Datenschutz und Zugriffssicherheit auf die zentralen Einstellungen verlassen, sind dabei aber trotzdem „autark“ in der jeweiligen Arbeit und auch Administration innerhalb des Tools. Und viele weitere …

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1 Kommentar Add your own

  • 1. Woko Köcker  |  Februar 3, 2011 um 7:45 am

    An sich ne gute Story, ich bin mir nicht sicher, ob dies auch auf Dauer realistisch machbar bleibt!

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