Die Tyrannei der Transparenz

Oktober 9, 2007 at 1:40 pm Hinterlasse einen Kommentar

Unternehmen verlieren zunehemend die Informationshoheit, heißt es. Weil immer mehr Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter, Praktikanten und Partner über ihr Unternehmen bloggen, chatten und sich gegenseitig kommentieren, was zu einer Flut von Informationen und Google-Einträgen führt. Doch der Clash zwischen user generated content und Unternehmenskultur 1.0 (mangelnde Transparenz, Kontroll-, Ordnungs und Planungsphantasien) ist schmerzhaft.

Daher zählt Trendwatching.com, bekannt für global consumer trends, ideas and insights, „die Tyrannei der Transparenz“ zu den den Top Trends 2007. Denn inzwischen sind eine Milliarde Konsumenten mit Internet, Kamera und Tastatur vertraut und daran gewöhnt, ständig Feedback für alle möglichen Produkte und Dienstleistungen zu geben. Die Folge:

Käufer vertrauen Blogs mehr als blumigen Presseerklärungen, Firmen werden unter Qualitäts-, Preis- und Umweltgesichtspunkten, aber auch als als Arbeitgeber kritisch unter die Lupe genommen. Und bei Verstössen immer häufiger öffentlich ge-brand-markt. Und das ist das Thema dieses Blogs:

Employee Branding

Carsten Frank bloggt in „Employee Branding“ über eine diese dynamische und weitreichende Bewegung, Zitat: „Viele Unternehmen investieren eine Menge Aufwand und Budget in das Employer Branding zur Prägung ihrer Arbeitgebermarke: Dazu werden Analysen, Konzepte, Medien, Werbemittel und -maßnahmen eingekauft, produziert und verbreitet. Alles mit dem Ziel, letztendlich als “Employer of Choice” einen Wettbewerbsvorteil bei der Wahl und der Bindung qualifizierter Mitarbeiter zu erlangen. Aber nicht nur Unternehmen investieren in ihre Marken.

Immer mehr Mitarbeiter, Ex-Mitarbeiter, freie Mitarbeiter und sonstwie Mitarbeitende investieren Engagement, Zeit, Geld und riskieren manchmal sogar ihren Job für die gezielte Meinungsäußerung über ihre gegenwärtigen, zukünftigen und Ex-Arbeitgeber. Sie berichten, loben, motzen. Sie tun dies mit den Möglichkeiten, oft auch mit der Professionalität von Journalisten, Autoren und anderen Meinungsbildnern. Und sie tun dies mit deren Mitteln:

Auf eigenen Websites, in Blogs, Podcasts, auf Meinungsportalen und mit allem, was das Internet sonst noch zu bieten hat. Oft sind die so entstehenden Beiträge authentisch und glaubwürdig. Manchmal gut und manchmal schlecht publiziert und produziert. Aber – und das ist das Entscheidende daran – die Anzahl der Meinungsäußerungen steigt und steigt. Die Unternehmen und die Medien haben ihr “Informationsmonopol” verloren.“

Mögliche Auswege skizzierten Sören Stamer und Hendrik Schürmann (beide CoredMedia, Hamburg) in unserem ersten Videointerview. Und deshalb möchten wir es Ihnen wärmstens ans Herz legen, denn auch in Sachen Aus- und Weterbildung haben unsere beiden Interviewpartner eine Menge zu sagen: Hören Sie rein!

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Warum Trainer Mashups lieben sollten Gänsehaut und user generated content

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