Das Wiener Unterrichtsmodell

September 18, 2007 at 11:49 am Hinterlasse einen Kommentar

Ein sicherer Platz in der neuro-pädagogischen Hall of Fame gehört Professor Giselher Guttmann, dem Leiter der Abeilung praktische und experimentelle Psychologie an der Universität Wien. Wo Freud´s Couch steht, untersucht Guttmann seit vielen Jahren mit komplexen EEG-Techniken die menschlichen Gehirnwellenmuster, analysierte Rasseltrancen ebenso wie Einfllüsse von Mind Machines. Guttmann entwickelte ein spezielles Trainingsprogramm für Spitzensportler, die in Wettkampfsituationen regelmässig versagen, die gefürchteten Trainingsweltmeister. Interessiert an den Möglichkeiten cerebraler Leistungssteigerung, übertrug er seine Erkenntnisse aus dem Spitzensport auch auf das Lernen.

So entstand ein gehirngerechtes Unterrichtsmodell, das mehrere tausend österreichische Schulkinder (trotz Wiederstände der Kultusbürokratie) wieder mit dem Lernen versöhnte. Seit kurzem lernen auch in Lichtenstein 8 Schulklassen unter Laborbedingungen mit diesem Modell, in enger Zusammenarbeit mit Professor Guttmann, dem Schulamt Lichtenstein und den beteiligten Lehrern.

In der optimalen Schulstunde stellt der Lehrer zunächst den aktuellen Stoff in einer kurzen Übersicht vor, Zeit für die Klasse, sich vorzubereiten und mental einzutunen. Die darauffolgende Entspannungsübung versetzt die Schüler in einen Zustand erhöhter Leistungsbereitschaft und dient der geistig/körperlichen Aktivierung.

Danach wird der Lernstoff in knappen Schlagzeilen präsentiert, den sogenannten Kerninformationen (möglichst mit optischer und akustischer Unterstützung). Der nächste Schritt führt in ein weit entferntes Wissensgebiet, um die Verarbeitung der Kerninfos nicht zu stören.

Danach kommt die erste Wiederholung der Kerninformationen in thematisch leicht modifizierter Form. Es schließt sich ein weiterer Ausflug an, abschließend die zweite Wiederholung der Kerninformationen.

Das Wiener Unterichtsmodell:

1. Einführung 5 Min.
2. Entspannung 5 Min.
3. Kerninformation 5 Min.
4. Intervall 1 5 Min.
5. Wiederholung 1 5 Min.
6. Intervall 2 10 Min.
7. Wiederholung 2 10 Min.

Mehr darüber in dem Artikel „Lernen durch Selbstkontrolle“ von Ernst Bauer.

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