In unserem frisch aus der Druckerei gekommenen Booklet “SCOPE_07 - Geschichten über die Zukunft des Lernens” gibt es beim Trend Intranet eine halbe Seite (S. 2 zum Thema “Facebook - Das Intranet der nächsten Generation?”
Ich bin gerade in Stockholm auf der SIME Konferenz, ein wirkliches Highlight, das mir auch nochmal viele Anregungen fuer die Umsetzung von SCOPE gegeben hat … Mal sehen was wir bis naechste Woche noch hinbekommen:-)) Dort habe ich Tariq Krim, Founder und CEO von netvibes, getroffen und mit ihm ein bisschen geplaudert. Ich verfolge selbst netvibes seit knapp einem Jahr und finde es einfach grossartig …
Mit netvibes koennen Sie ganz schnell und einfach IHRE personalisierte Homepage einrichten. Sie starten mit einer “weissen” Browserseite und ziehen per drag&drop genau die Inhalte auf die Seite, die sie sehen moechten, wenn sich ihr Browser oeffnet: ausgewaehlte blogs, ihre Lernprogramme, ihre Mails, ihren Terminkalender, ihre to do Liste, Videos, Audios … einfach alles! Und sie haben eine Vielzahl von offenen Schnittstellen (widgets), die ihnen den “Uebergang” in andere Systeme ermeoglichen. Und das alles in 5 Minuten und vollkommen kostenfrei!
Lutz Berger hat Ihnen hier mal eine SCOPE_07 netvibes Seite eingerichtet. Spielen Sie einfach mal mit herum und sehen Sie WIE einfach und leicht das Ganze ist. Fuer mich seit mehr als einem Jahr ein sehr hilfreiches tool!
Die Geschwindigkeit und die Vielfalt der updates sind unglaublich. Noch ein paar Fakten zum Schluss:
ungefaehr 26 Mio. Netvibe Sites sind online
netvibes wurde im letzten Jahr zu den 50 besten Websites international gezaehlt
netvibes selbst hat nur 25 Mitarbeiter!
dafuer aber 20 000 freie Entwickler, die ihre widgets mit ihrem ureigenen Businessmodell auf den Markt bringen (siehe netvibes developers blog)
Lutz Berger und ich waren heute fast den ganzen Tag auf der web 2.0 expo mit unserer Veranstaltung zugange. Es war eine gute Gelegenheit einige unserer Referenten und auch Inga von Staden, die den Event moderieren wird, noch einmal zu sehen und Details abzusprechen.
Auch haben wir noch 2 Trend-Interviews gefuehrt: zum einem mit Dieter Rappold, knallgrau, zum Trend “Intranet” und mit Steffen Bueffel zum Trend “Informelles Lernen”. Beide stehen in Kuerze auf unseres Website zur Verfuegung. Steffen Bueffel ist neu im SCOPE_07 Team und er wird den bisher angekuendigten Paten fuer informelles Lernen, Tim Schlotfeldt, ersetzen. Ein sehr guter Ersatz wie wir meinen - nicht zuletzt deshalb, weil Steffen Bueffel auf 6 Jahre universitaere Erfahrung mit informellem Lernen zurueckblicken kann und auch fuer den eigentlichen Vortrag mit einigen features das Publikum sicher ueberraschen wird!
Einen interessanten Charakterzug des Surfers weist die Kinsey-Studie “What consumers want from online news” hin, wobei ich praktischerweise auf einen Blog-Beitrag in off-the-record zurückgreifen kann (”Hauptsache easy“):
“Gute Nachrichten für Verlage: In Sachen Online-News haben sie noch nicht alle Aktien verbrannt. Denn Leser wollen laut einer US-Studie von McKinsey ihre Nachrichten online vor allem easy und convenient präsentiert bekommen. Die weniger angenehme Interpretation: Je besser Google News wird, desto einfacher wird es für den Leser gleich dort zu bleiben. Unter diesem Blickwinkel ist nämlich auch ein weiteres Ergebnis der Studie nicht zwingend positiv: Es fehlt an der Markentreue. Bis zu 16 Online-Quellen pro Wochen sind beim Leser eher die Regel als die Ausnahme.” Bei dieser Frequenz - und angesichts der zahlreichen Webseiten, die er sonst noch Tag für Tag anklickt - tauchen eine Menge Fragen auf, so zum Beispiel:
Sind Surfer die moderne Variante des archetypischen Jägers und Sammlers? Die im Gegensatz zu den sesshaften Bauern ihre Aufmerksamkeit stets auf die Peripherie richten (weil dort jederzeit ein Wild oder ein Raubtier auftauchen kann)?
Und wäre dann thematisch zielgerichtetes, aber scheinbar planloses Surfen die ultimative Form des informellen Lernens? Wobei die modernen Jäger statt fetter Beute schlanke Gadgets mitbringen? Die sie als Mashups im Browser zwischenlagern und für schlechte Zeiten horten können? Und wie könnte man das firmeneigene Intranet 3.0 nach dem Vorbild fruchtbarer Jagdgründe gestalten? Surfen, pardon: lernen, das süchtig macht?